landestypische Rezepte  GuR bei YouTube   Impressum   Campingplatzempfehlungen   der kleine reisegenuss - blog   GuR bei facebook   facebookgruppe GuRC

 Niederlande  Dänemark  Schottland  Norwegen  Frankreich

Irland

Sofort zu den Highlights in Irland:

     

          
Nach drei Wochen Irland mit Anreise über England, sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass es uns sehr gut gefallen hat, die Menschen dort einfach nur klasse sind, aber dass Irland nicht gerade das El Dorado für Wohnmobilfahrer ist. Auch wenn es teilweise anstengend war und es im Herzen weh tut, wenn das neue Fahrzeug Kratzer und Teerspritzer abbekommt, bereuen wir unsere Reise nicht, sondern sind froh, sie gemacht zu haben. Da muss jeder seine eigene Bilanz ziehen oder seinen eigenen Entschluss fassen.

Unser Irlandurlaub im Sommer 2018 war ja wettertechnisch sehr irisch. Daran konnten auch die vielen Pubbesuche nichts ändern, wenn wir rauskamen, war der Regen meistens immer noch da, ungeachtet des Jahrhundertsommers. Umso mehr haben wir die Tage mit Sonne genossen. Nach unserer Übernachtung am Campingplatz Keel Sandybanks, einem Platz mit toller Aussicht auf Klippen, die uns leider aufgrund des heftigen Regenwetters verschlossen blieb, fuhren wir mit wenig Erwartungen weiter Richtung Downpatrick Head. Das Wetter beruhigte sich unterwegs, war aber noch recht düster; der Parkplatz am Ziel entsprechend leer. Dort gab es ein Schild, dass man hier Tee bekäme, offenbar zu Zeiten, wenn hier ein mobiler Ausschank steht. Bei stürmischem Wetter auf ausgesetzten Klippen findet ein heißer Tee hier sicher reißenden Absatz. Leider glänzte der Wagen noch mit Abwesenheit. Wir lachen noch heute darüber, dass eine, ganz sicher englische Lady, bei uns am Wohnmobil anklopfte und uns fragte, ob sie denn Tee bei uns bekommen könne! Leider war kein Tee fertig, sondern wir gerüstet für eine hochgelegene Küstenwanderung.
Glücklicherweise wurde das Wetter zunehmend besser, so dass wir die berühmte Felsnadel mit dem Namen Dún Briste in seiner ganzen Pracht ablichten konnten. Der Überlieferung nach soll ein Stammesfürst sich geweigert haben, sich zum Christentum zu bekennen, so dass der heilige Patrick einen Teil der Landzunge abspaltete und zwar während sich dieser Stammesfürst darauf befand. Ein böses Schicksal, wo die Aussicht vermutlich zweitrangig ist. (Quelle: irelanddotcom).

Downpatrick Head nahm uns gefangen. Stundenlang versuchten wir diese Naturgewalten fotografisch einzufangen. Es war allerdings noch so windig, dass ich mich nicht so nah an den Rand der Klippen wagte, wie andere. Das Wetter war aber insofern perfekt, als dass der Regen und der Sturm, die sich gerade erst legten, den Atlantik von seiner interessanten Seite zeigten, während kurze Sonnenphasen für das rechte Licht sorgten. Diese Klippen fanden wir so viel schöner und (zumindest noch) natürlicher, bzw. weniger touristisch, als die allseits genannten Cliffs of Moher! Der weitere Weg führte uns zum Campingplatz Bellek Park, Ballina in der County Mayo, ein sehr gepflegter Platz, wo wir freundlich empfangen wurden und den wir ohne Zweifel empfehlen können. Wer nach Irland reisen möchte und noch nicht bei Downpatrick Head war, sollte auf keinen Fall vergessen, dieses Naturspektakel auf die Tourliste zu setzen.

        

Möchtet ihr ein Stück mit uns mitfahren? Keine Sorge, auch wenn hin- und wieder der Eindruck entsteht, wir würden rechts fahren; das ist nur die Perspektive und liegt wohl daran, dass wir nahezu die ganze Fahrbahn einnehmen. Passingplätze sind eine durchaus gute Erfindung!

nach oben